Seit jeher gibt es Vorstellungen, welche Figur eine Frau haben sollte. In vielen Fällen war die schlanke Linie das A und O. Immer wieder tauchte aber auch die Rubensfigur auf, die in einigen Ländern dieser Welt noch heute als besonders schön gilt. Hat ein Mann dort eine mollige Frau, so bedeutet dies gehobenen Wohlstand und damit großes Ansehen.
Spätestens seit den frühen 90er Jahren ist Mode für Mollige ein fester Begriff in der Fashion-Welt. Dafür sorgten nicht nur die Schlagzeilen um magersüchtige Models, sondern auch statistische Erhebungen. Jenen Erhebungen nach zu urteilen, haben sich die weiblichen Kleidergrößen seit 1990 um mindestens eine Größe nach oben verschoben. Size Zero erscheint demnach nicht mehr allen Damen erstrebenswert. Die Hersteller haben sehr schnell erkannt, dass auch die Damen schick gekleidet sein möchten, die um einen Hauch an den gängigen Modelmaßen 90-60-90 vorbei gewachsen sind.
In herkömmlichen Bekleidungsgeschäften und Onlineshops endet das Angebot oft bei der Größe 50. Besonders taillierte oder eng geschnittene Modelle werden maximal bis Größe 46 angeboten. Unterwäsche hierbei noch stärker betroffen als Oberbekleidung. Das Angebot für Größen in höheren Regionen ist in der Regel nur mit einem großmütterlichen Design verfügbar. Somit haben jüngere Damen ab Größe 50 kaum eine Chance, sich wirklich modisch zu kleiden. Welche junge Frau möchte heutzutage Taillenslips mit roten Blümchen oder Hosen mit Rundstrick-Optik tragen? Es muss ja nicht gleich die eng anliegende Bauchfrei-Korsage sein, aber ein modern geschnittenes Top kann auch eine mollige Dame tragen.
Einige Hersteller haben sich auf Übergrößen spezialisiert und damit einen großen Marktanteil erworben. Die trendgerechte Mode dieser Hersteller wird in den Größen 44 bis 60 angeboten. Natürlich legt man in der Produktion Wert darauf, dass diese Mode auch für Mollige tragbar ist. Das bedeutet, dass die Schnitte die Figur umschmeicheln und dass die Farben entsprechend ausgewählt sind. Besonders positiv ist zu erwähnen, dass die Models in den Katalogen ebenfalls kräftiger gebaut sind.
Fazit
Mollige Damen müssen nicht zwingend zur Maßschneiderei gehen, um sich modisch zu kleiden. Es stehen inzwischen mehrere Anbieter zur Verfügung, die mit tragbarer Mode in guter Qualität und zu vernünftigen Preisen überzeugen.